Büro Knoblich Landschaftsarchitekten

Unterhaltung Molkereigraben

Projektinformationen:

In den letzten Jahren traten wiederholt Hochwasserereignisse in der Ortslage Krippehna auf, welche zu erheblichen Beeinträchtigungen führten. Durch die Umverlegung des Grabens und damit einhergehender Verlängerung wurde sein Gefälle an der Reitplatzstraße vermindert (IB Böhme, 2011). Bei gleichbleibender Höhendifferenz kamm es so zu einem verlangsamten Abfluss und zum Rückstau im Ort. Es zeigte sich, dass die Rohrdurchlässe an der Reitplatzstraße zu hoch für das veränderte Gefälle in der Ortschaft waren. Der Entwässerungsgraben zeigte sich stark mit Makrophyten und Hochstauden zugewachsen. Außerdem wuchsen in bzw. unmittelbar an der Sohle Sträucher und Bäume. Schlamm- und Laubablagerungen verhinderten ein durchgängiges Gefälle. Zusammen mit Totholz, was an einigen Abschnitten in der Sohle lag, war der Abfluss des Grabens stark gestört, so dass sich Wasser bereits bei normalen Wetterlagen anstaute. Zusätzlich waren die Grabendurchlässe an der Reitplatzstraße verschlammt bzw. vollständig versandet.

Im vergangenen Jahr wurde daher die Unterhaltung des ersten Bauabschnittes (Gemarkungsgrenze Schönwölkau bis Durchlass Reitplatzstraße) des Molkereigrabens durchgeführt. Es sollte die Unterhaltungsmaßnahmen entlang der Reitplatzstraße, in der Ortslage von Krippehna und östlich der Ortslage bis 450 m östlich der Gemarkungsgrenze zu Naundorf fortgesetzt werden.

Problematisch im 2. Bauabschnitt war vor allem der Bereich in der Ortslage von Krippehna zwischen Reitplatzstraße und Alter Hauptstraße. Der Graben verläuft hier zwischen privaten Grundstücken. Die Bebauung reicht zum Teil bis an das Gewässer heran. Des Weiteren war der Durchlass an der „Alten Hauptstraße“ in einem baulich schlechten Zustand. Selbiges galt für das daran anschließende Kastengerinne. Eine marode, zum Teil mit großen Rissen durchzogene Ufermauer befindet sich östlich der Ortslage von Krippehna an einer Grundstücksgrenze. Auf den Ackerflächen östlich von Krippehna fehlte eine ausreichende Beschattung des Grabens wodurch es zu einem verstärkten Aufwuchs von Schilf in der Gewässersohle kamm.

Planungsleistungen:

  • Objektplanung Freianlagen, LPH 1-8, gem. Leistungsbild § 39 HOAI 2013 - I. BA
  • Objektplanung Freianlagen, LPH 1-8, gem. Leistungsbild § 39 HOAI 2013 - II. BA
Bereich mit starkem Schilfaufwuchs in der Sohle

Bereich mit starkem Schilfaufwuchs in der Sohle

verschlammte Rohrduchlässe

verschlammte Rohrduchlässe


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Projektdaten

Auftraggeber:
Gemeinde Zschepplin

Bearbeitungszeitraum:
02/2013 - 12/2013 (I. BA)
01/2014 - ...          (II. BA)